Ein wirksamer Einbruchschutz für Fenster setzt dort an, wo Fenster typischerweise angegriffen werden: am Rahmen auf der Griffseite und auf der Seite der Scharniere. Zum Nachrüsten kommen vor allem abschließbare Fenstergriffe, Fenster-Zusatzschlösser, Stangenschlösser für Balkon- und Terrassentüren sowie Scharnierseitensicherungen infrage. Welche Lösung zu dir passt, hängt von Fenstertyp, Rahmenmaterial und Lage ab, und in einer Mietwohnung auch davon, was der Vermieter erlaubt. Unten findest du fünf Produkte für verschiedene Einsatzzwecke und danach eine ausführliche Kaufberatung. Eines vorweg: Keine Nachrüstsicherung kann einen Einbruch sicher verhindern. Wie viel sie bringt, hängt stark vom Fenster selbst und vom fachgerechten Einbau ab.
Das Wichtigste in Kürze
- Fenster und Balkontüren lassen sich an der Griffseite und an der Scharnierseite zusätzlich sichern. Oft ist beides sinnvoll.
- Ein abschließbarer Fenstergriff verhindert vor allem, dass der Griff von außen durch ein Loch im Glas oder am Rahmen gedreht wird. Den Rahmen selbst verstärkt er nicht.
- Zusatzschlösser, Stangenschlösser und Scharnierseitensicherungen werden auf den Rahmen geschraubt und sollen das Aufhebeln erschweren.
- Ein gekipptes Fenster gilt als offenes Fenster. Beim Verlassen der Wohnung gehört es geschlossen und verriegelt.
- In der Mietwohnung klärst du Bohrungen am Fensterrahmen vorher mit dem Vermieter.
- Welche Maßnahmen an deinen Fenstern sinnvoll sind, klärst du am besten mit einer polizeilichen Beratungsstelle oder einem Fachbetrieb.
Vor dem Kauf: So grenzt du die passende Fenstersicherung ein
Fenstersicherungen sehen im Regal ähnlich aus, passen aber längst nicht an jedes Fenster. Diese Punkte helfen dir bei der Auswahl:
- Welches Fenster ist gefährdet? Besonders im Blick stehen leicht erreichbare Fenster und Fenstertüren im Erdgeschoss, im Souterrain, an Balkonen oder über Vordächern und Garagen.
- Griffseite, Scharnierseite oder beides? Ein Zusatzschloss auf der Griffseite und eine Sicherung auf der Bandseite ergänzen sich. Bei breiten Balkontüren kommt ein Stangenschloss infrage, das oben und unten verriegelt.
- Wie ist der Rahmen gebaut? Kunststoff, Holz oder Aluminium, schmale oder breite Profile: Nicht jede Sicherung passt auf jeden Rahmen. Die Herstellerangaben nennen, für welche Materialien und Profile ein Modell gedacht ist.
- Wie wird geschlossen? Manche Modelle schließen verschieden, andere gleich, sodass ein Schlüssel für mehrere Fenster passt. Bei vielen Fenstern ist das im Alltag ein echter Vorteil.
- Wohnst du zur Miete? Ein Griffwechsel ist meist unkompliziert, Bohrungen im Rahmen solltest du vorher absprechen.
5 Fenstersicherungen zum Nachrüsten im Überblick
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Die Reihenfolge ist keine Rangliste. Wir haben zwei abschließbare Fenstergriffe, ein Fenster-Zusatzschloss, ein Stangenschloss und eine Scharnierseitensicherung ausgewählt, also Lösungen für unterschiedliche Stellen am Fenster. Prüfe im Angebot jeweils Farbe, Rahmenmaterial, Schließung und Lieferumfang, weil sich die Varianten darin unterscheiden.
Griffe für mehrere Fenster: ABUS Fenstergriff FG200 im 5er-Set
Das Set enthält laut Produkttitel fünf abschließbare Fenstergriffe ABUS FG200 in Weiß, als Fensterknauf mit Druckzylinder und gleichschließend. Gleichschließend heißt: Ein Schlüssel passt für alle Griffe des Sets. ABUS ordnet die Griffe im Titel seinem eigenen Sicherheitslevel 3 zu. Das ist eine Herstellerskala, keine Norm.
Ein abschließbarer Griff ersetzt deinen vorhandenen Griff und ist deshalb meist der einfachste Einstieg, auch in der Mietwohnung. Er soll vor allem verhindern, dass jemand den Griff von außen durch ein kleines Loch im Rahmen oder in der Scheibe verdreht. Gegen das Aufhebeln des ganzen Flügels hilft er allein nur begrenzt. Vor dem Kauf prüfst du, ob Stiftlänge und Befestigung zu deinen Fenstern passen.
Zusatzschloss für die Griffseite: ABUS FTS88
Die ABUS FTS88 ist laut Produkttitel eine Fenster-Zusatzsicherung, also ein Fensterschloss zum Nachrüsten, und verschiedenschließend. Für welche Rahmenmaterialien und Profile das Schloss gedacht ist und was zum Lieferumfang gehört, entnimmst du den Angaben im Angebot und beim Hersteller.
Ein solches Zusatzschloss wird auf Flügel und Rahmen geschraubt und verbindet beide miteinander, sobald es abgeschlossen ist. Das kann das Aufhebeln auf der Griffseite erschweren. Wichtig ist, dass die Schrauben im tragfähigen Teil des Profils sitzen. Bei Holzfenstern oder ungewöhnlichen Profilen prüfst du die Herstellerangaben besonders genau oder fragst einen Fachbetrieb.
Für Balkon- und Terrassentüren: ABUS Stangenschloss FOS550
Das ABUS FOS550 ist laut Produkttitel ein Fenster-Stangenschloss mit 2-Punkt-Verriegelung in Weiß. Bis zu welcher Flügelhöhe es passt, für welche Rahmenmaterialien es gedacht ist und wie es geschlossen wird, prüfst du vor dem Kauf in den Angaben des Angebots und des Herstellers.
Anders als ein kurzes Zusatzschloss verriegelt ein Stangenschloss über eine lange Riegelstange oben und unten. Das ist vor allem bei hohen Fenstertüren interessant, die nur an wenigen Punkten gehalten werden. Die Montage ist aufwendiger: Die Stange muss exakt ausgerichtet werden, und oben wie unten braucht es festen Halt für die Schließteile. Welches Zubehör deine Einbausituation erfordert, klärst du anhand der Herstellerangaben.
Sicherung für die Scharnierseite: ABUS FAS101
Die ABUS Scharnierseitensicherung FAS101 wird laut Angebot in Weiß angeboten. Sie sitzt auf der Seite der Fensterbänder, also dort, wo viele Nachrüstlösungen nichts ausrichten. Beim Schließen greift ein Riegel in ein Gegenstück am Rahmen und soll so verhindern, dass der Flügel auf der Bandseite aus dem Rahmen gehebelt wird. Einen Schlüssel braucht diese Bauart in der Regel nicht.
Sinnvoll ist eine Scharnierseitensicherung vor allem als Ergänzung zu einer Sicherung auf der Griffseite. Wie viele du pro Fenster brauchst, hängt von der Flügelhöhe ab und steht in den Herstellerhinweisen. Prüfe außerdem, ob das Fenster nach der Montage weiterhin voll geöffnet und gekippt werden kann.
Abschließbarer Einzelgriff aus Aluminium: HOPPE Fenstergriff Atlanta
Der HOPPE Fenstergriff Atlanta aus der Reihe duraplus ist laut Produkttitel ein abschließbarer Griff aus Aluminium in der Farbe Stahl, ausgestattet mit den HOPPE-Funktionen Secu100 und Secustik. Was diese Bezeichnungen im Einzelnen bedeuten, beschreibt der Hersteller in seinen Produktangaben.
Der Einzelgriff passt, wenn du nur ein oder zwei Fenster umrüsten möchtest oder eine Oberfläche in Aluminium statt Weiß suchst. Vor dem Kauf misst du die Länge des Vierkantstifts und prüfst den Abstand der Befestigungsschrauben. Beides muss zum Fenster passen, sonst sitzt der Griff nicht richtig.
So haben wir die Produkte ausgewählt
Wir haben die vorgestellten Fenstersicherungen nicht selbst getestet. Die Auswahl beruht auf den Angaben in Produkttiteln und Angeboten und auf diesen Kriterien:
- Lösungen für unterschiedliche Stellen am Fenster: Griff, Griffseite, Bandseite und lange Fenstertüren
- Nachrüstbarkeit an vorhandenen Fenstern ohne Fenstertausch
- etablierte Hersteller von Sicherheits- und Beschlagtechnik mit längerfristig verfügbaren Produkten
- Varianten mit gleich- und verschiedenschließenden Schlüsseln
- keine Aussagen zu Normen oder Prüfzeichen, die nicht aus dem Produkttitel hervorgehen
Wo Fenster angreifbar sind
Ein Fenster ist so stabil wie sein schwächster Punkt. Bei vielen älteren und einfachen Fenstern greifen die Beschläge nur mit einfachen Rollzapfen in den Rahmen. Das Glas selbst ist dabei häufig gar nicht das Problem. Entscheidend ist, wie fest der Flügel mit dem Rahmen verbunden ist, und zwar an allen Seiten.
- Griffseite: Hier sitzt der Griff, der die Beschläge bewegt. Wird der Flügel an dieser Seite aufgehebelt, hilft auch ein abschließbarer Griff wenig. Ein Zusatzschloss verstärkt diese Seite.
- Scharnierseite: Die Bänder sind oft nur wenig gesichert. Eine Scharnierseitensicherung kann den Flügel auch hier mit dem Rahmen verbinden.
- Oben und unten: Bei hohen Fenstertüren ist der Abstand zwischen den Verriegelungspunkten groß. Stangenschlösser setzen genau hier an.
- Gekipptes Fenster: In Kippstellung ist das Fenster praktisch offen. Wer das Haus verlässt, schließt deshalb alle Fenster und verriegelt sie.

Die wichtigsten Bauarten im Vergleich
Im Handel findest du viele Begriffe für ähnliche Dinge. Die folgenden Bauarten sind für das Nachrüsten am häufigsten:
Abschließbarer Fenstergriff
Er ersetzt den vorhandenen Griff und lässt sich mit einem Schlüssel oder per Druckzylinder sperren. Der Tausch ist meist in wenigen Minuten erledigt und hinterlässt keine zusätzlichen Bohrlöcher im Rahmen. Nützlich ist er auch, wenn Kinder im Haushalt leben und Fenster nicht unbeaufsichtigt geöffnet werden sollen. Wichtig bleibt: Der Griff sperrt die Bedienung, den Rahmen verstärkt er nicht.
Fenster-Zusatzschloss
Ein Kastenschloss wird auf den Flügel geschraubt, ein Gegenstück auf den Rahmen. Abgeschlossen verbindet es beide Teile. Zusatzschlösser gibt es mit Schlüssel oder mit Druckzylinder, gleich- oder verschiedenschließend. Sie sitzen meist auf der Griffseite, bei breiten Flügeln auch zusätzlich oben oder unten.
Stangenschloss
Ein Stangenschloss hat eine lange Riegelstange, die beim Abschließen oben und unten in Schließteile greift. Es eignet sich vor allem für hohe Fenstertüren und Balkontüren. Es fällt stärker auf und ist aufwendiger zu montieren als ein Zusatzschloss.
Scharnierseitensicherung
Sie wird auf der Bandseite montiert und greift beim Schließen automatisch in ein Gegenstück. Meist ist sie ohne Schlüssel zu bedienen und wirkt nur, wenn das Fenster geschlossen ist. Sie ergänzt eine Sicherung auf der Griffseite, ersetzt sie aber nicht.
Weitere Maßnahmen: Beschläge, Gitter, Rollläden, Folien
Bei neueren Fenstern lassen sich teils die Beschläge selbst aufrüsten, etwa mit einbruchhemmenden Verriegelungszapfen und passenden Schließstücken. Das ist Arbeit für einen Fachbetrieb. Gitter kommen vor allem für Keller- und Nebenfenster infrage, die nicht als Fluchtweg dienen müssen. Rollläden sind in erster Linie Sicht- und Sonnenschutz. Ein Rollladenmotor mit Zeitsteuerung kann dafür sorgen, dass Rollläden auch während deiner Abwesenheit auf- und zugehen. Eine Sonnenschutzfolie ist übrigens keine Sicherheitsfolie. Ob eine spezielle Sicherheitsfolie an deinem Fenster sinnvoll ist, klärst du mit einem Fachbetrieb.
| Bauart | Wo sie wirkt | Montage | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| Abschließbarer Griff | Bedienung des Griffs | Griff tauschen | verstärkt den Rahmen nicht |
| Zusatzschloss | Griffseite, bei Bedarf oben oder unten | auf Flügel und Rahmen schrauben | passend zum Profil befestigen |
| Stangenschloss | oben und unten über die ganze Höhe | aufwendiger, Stange ausrichten | fällt stärker auf |
| Scharnierseitensicherung | Bandseite | auf Flügel und Rahmen schrauben | nur zusammen mit Griffseite sinnvoll |
| Gitter | ganze Öffnung | im Mauerwerk verankern | nicht an Fenstern, die Fluchtweg sind |
Fenstertypen und ihre Besonderheiten
Balkon- und Terrassentüren
Fenstertüren sind hoch, oft gut von außen erreichbar und werden häufig benutzt. Hier ist eine Kombination aus Sicherung auf der Griffseite und auf der Bandseite naheliegend, bei hohen Flügeln auch ein Stangenschloss. Achte darauf, dass du die Tür im Alltag weiterhin bequem öffnen kannst, sonst bleibt die Sicherung am Ende offen.
Kellerfenster und Lichtschächte
Kellerfenster liegen oft wenig einsehbar. Neben dem Fenster selbst lohnt ein Blick auf den Gitterrost über dem Lichtschacht, der sich in manchen Fällen einfach abheben lässt. Welche Sicherung dafür infrage kommt, hängt von der Bauweise ab und ist ein typisches Thema für die polizeiliche Beratung.
Dachfenster und nach außen öffnende Fenster
Dachfenster und Fenster, die nach außen aufgehen, haben eine andere Mechanik als übliche Dreh-Kipp-Fenster. Viele Nachrüstsicherungen sind für diese Bauarten nicht gedacht. Hier helfen die Angaben des Fensterherstellers oder ein Fachbetrieb weiter.
Schiebefenster und Hebeschiebetüren
Bei Schiebeelementen geht es darum, dass sich der Flügel nicht verschieben oder aus der Führung heben lässt. Dafür gibt es eigene Sperren. Eine Scharnierseitensicherung für Dreh-Kipp-Fenster passt hier nicht.
Rahmen, Profil und Montage
Die meisten Nachrüstsicherungen werden auf den Rahmen geschraubt. Wie gut sie halten, hängt deshalb weniger vom Schloss ab als vom Untergrund. Bei Kunststofffenstern sollen die Schrauben in die Stahlverstärkung des Profils greifen, sofern eine vorhanden ist. Bei Holzfenstern kommt es auf ausreichend Holz rund um die Schraubstellen an, bei Aluminium auf die Profilform. Der Hersteller gibt an, für welche Rahmen und Maße ein Produkt gedacht ist.
- Platz prüfen: Zwischen Flügel und Rahmen, an der Fensterbank und an Rollladenführungen muss genug Raum für das Schloss und sein Gegenstück sein.
- Bohren mit Plan: Falsch gesetzte Löcher schwächen das Profil und lassen sich schlecht verschließen.
- Schrauben nach Vorgabe: Verwende das mitgelieferte oder vom Hersteller empfohlene Befestigungsmaterial.
- Funktion testen: Das Fenster muss sich nach der Montage vollständig öffnen, kippen und schließen lassen, ohne zu klemmen.
Wer handwerklich geübt ist, montiert Griffe und einfache Zusatzschlösser oft selbst. Bei Stangenschlössern, Holzfenstern, ungewöhnlichen Profilen oder vielen Fenstern auf einmal ist ein Fachbetrieb für Sicherheitstechnik der bessere Weg. Er kann auch einschätzen, ob bei deinen Fenstern eine Aufrüstung der Beschläge mehr bringt als eine aufgeschraubte Lösung.
Einbruchschutz für Fenster in der Mietwohnung
Einen Fenstergriff tauschen und den Originalgriff aufbewahren ist in der Mietwohnung meist unproblematisch. Anders sieht es aus, wenn du für Zusatzschlösser oder Scharnierseitensicherungen in den Fensterrahmen bohrst. Sprich solche Eingriffe vorher mit dem Vermieter ab, am besten schriftlich. Kläre dabei, wer die Montage übernimmt, ob die Sicherungen beim Auszug bleiben dürfen und wie Bohrlöcher sonst verschlossen werden.
Manche Vermieter sind offen für eine Nachrüstung, weil sie der Wohnung dauerhaft zugutekommt. Eine Einschätzung einer polizeilichen Beratungsstelle kann dabei helfen, das Gespräch sachlich zu führen. Ob und in welcher Form du Unterstützung bekommst, erfährst du beim Vermieter und bei den zuständigen Stellen.

Sicherheit im Alltag: Fluchtweg, Kinder und Schlüssel
Eine Fenstersicherung soll Einbrecher aufhalten, aber nicht dich selbst. Denk deshalb an den Notfall: Fenster, die im Brandfall als Fluchtweg oder für die Feuerwehr wichtig sein können, müssen sich von innen schnell öffnen lassen. Bewahre Schlüssel für abschließbare Griffe und Zusatzschlösser so auf, dass Erwachsene sie im Notfall sofort finden, am besten in der Nähe des Fensters, aber von außen nicht sichtbar oder erreichbar. Gitter vor einem Fenster, das als Fluchtweg dient, sind keine gute Idee.
In Haushalten mit kleinen Kindern haben abschließbare Griffe einen zweiten Nutzen, weil sich Fenster nicht mehr ohne Weiteres öffnen lassen. Einen Ersatz für Aufsicht bieten sie nicht. Für Schlüssel, die du nicht am Fenster brauchst, ist ein fester Platz sinnvoll, etwa ein verschließbarer Schlüsselschrank.
Was eine Fenstersicherung leisten kann und was nicht
Richtig ausgewählt und fachgerecht montiert, kann eine Nachrüstsicherung das Aufhebeln eines Fensters erschweren und einen Einbruchversuch verzögern. Eine Garantie gegen Einbruch gibt es nicht. Begriffe wie Einbruchschutz oder hohe Sicherheitsstufen im Angebot ersetzen nicht den Blick auf die konkreten Herstellerangaben und auf dein Fenster. Ein schwaches Fenster wird durch ein einzelnes Zusatzschloss nicht zu einem einbruchhemmenden Fenster.
Sinnvoll ist deshalb der Blick aufs Ganze: Welche Fenster und Türen sind von außen erreichbar, und wo liegt die größte Schwachstelle? Polizeiliche Beratungsstellen bieten in vielen Regionen eine kostenlose Beratung zum Einbruchschutz an, teils auch vor Ort. Dort bekommst du eine herstellerneutrale Einschätzung, bevor du Geld ausgibst. Für Einbau und Beschlagaufrüstung ist ein Fachbetrieb für Sicherheitstechnik der richtige Ansprechpartner.
Tür, Wertsachen und Licht: was noch dazugehört
Dieser Beitrag dreht sich um Fenster und Fenstertüren. Die Haus- oder Wohnungstür ist ein eigenes Thema. Wie du sie mit einem Panzerriegel zusätzlich sicherst, liest du im Beitrag zum Querriegelschloss. Wertsachen und wichtige Dokumente sind in einem verankerten Möbeltresor besser aufgehoben als in einer Schublade.
Auch Licht spielt eine Rolle. Eine LED-Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder macht dunkle Ecken am Haus sichtbar, und eine digitale Zeitschaltuhr kann während deiner Abwesenheit Lampen zu wechselnden Zeiten schalten. Beides sind Bausteine, keine Schutzgarantie.
Typische Fehler beim Nachrüsten
- Nur den Griff getauscht: Ein abschließbarer Griff allein verstärkt den Rahmen nicht.
- Nur eine Seite gesichert: Die Bandseite bleibt offen, obwohl die Griffseite gut geschützt ist.
- Schrauben ohne Halt: Die Sicherung sitzt im dünnen Profil statt im tragfähigen Teil des Rahmens.
- Fenster gekippt gelassen: Die beste Sicherung nützt nichts, wenn das Fenster offen steht.
- Schlüssel am Griff stecken lassen: Durch eine eingeschlagene Scheibe ist er dann erreichbar.
- Fluchtweg vergessen: Fenster, die im Notfall gebraucht werden, sind vergittert oder der Schlüssel ist nicht auffindbar.
- Ohne Absprache in der Mietwohnung gebohrt: Das führt spätestens beim Auszug zu Ärger.
Häufige Fragen zum Einbruchschutz für Fenster
Allein meist nicht. Ein abschließbarer Griff verhindert vor allem, dass der Griff von außen gedreht wird. Gegen das Aufhebeln des Flügels hilft er nur begrenzt. Dafür gibt es Zusatzschlösser für die Griffseite und Sicherungen für die Scharnierseite.
Meist die Fenster und Fenstertüren, die von außen leicht erreichbar und wenig einsehbar sind, etwa im Erdgeschoss, im Souterrain, am Balkon oder über einem Vordach. Eine polizeiliche Beratungsstelle hilft dir, die Schwachstellen deiner Wohnung einzuschätzen.
Griffe und einfache Zusatzschlösser montieren handwerklich geübte Menschen oft selbst. Entscheidend ist, dass die Schrauben im tragfähigen Teil des Rahmens sitzen. Bei Stangenschlössern, Holzfenstern oder ungewöhnlichen Profilen ist ein Fachbetrieb die bessere Wahl.
Einen Griff tauschen und den Originalgriff aufbewahren ist meist unproblematisch. Für Bohrungen im Fensterrahmen sprichst du vorher mit dem Vermieter, am besten schriftlich, und klärst, was beim Auszug mit den Sicherungen passiert.
Nein, ein gekipptes Fenster gilt als offenes Fenster. Die meisten Nachrüstsicherungen wirken nur bei geschlossenem und verriegeltem Fenster. Wenn du die Wohnung verlässt, schließt du deshalb alle Fenster.
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Letzte Aktualisierung am 23.10.2026 um 22:44 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

